Wirtschaft

Rohstoffe für das Baugewerbe

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Im Jahr 2021 war der hohe Holzpreis in aller Munde. Die Gründe für den hohen Preis, der teilweise eine Steigerung von 500 Prozent erreicht hat, lagen vor allem an der konjunkturellen Erholung nach den ersten Covid19-Wellen und dem danach wieder einsetzenden Bauboom. Dazu kamen Engpässe auf den Markt durch weniger Lieferungen der beiden Großlieferanten Russland und Kanada. Dies führte dazu, dass die USA und China vermehrt auf dem Europäischen Markt eingekauft haben. Neben Holz sind auch andere Baustoffe wie Stahl und Dämmmaterial deutlich teurer geworden.

Alternative Baustoff zu Holz

Auf dem Baustoffmarkt gibt es aber durchaus Alternativen zum Bauen mit Holz. Wer sich gegenüber anderen Rohstoffen öffnet, wird überrascht sein. Lehm als Wandbaustoff wirkt sich beispielsweise mit seinen wärme- und feuchtigkeitsspeichernden Eigenschaften überaus positiv auf das Raumklima aus. Als Fußbodenbelag auf Fliesen in Verbindung mit einer Fußbodenheizung zu setzen ist keine Neuigkeit, aber eine gute Wahl, um Holz zu umgehen. Denn auch die Laminat- und Parkettpreise sind durch die Decke gegangen.
Im Außenbereich auf Holz zu verzichten ist nicht ganz so schwer. Statt dem weit verbreiteten Lattenzaun ließe sich eine Natursteinmauer setzen. Hierzu werden Blocksteine so ineinander verkeilt, dass sie sich nicht mehr bewegen und wegrollen können. Dazu ist nicht einmal Mörtel notwendig, was die Abhängigkeit zu Baustoffen weiter reduziert.

Preisvergleich bei den Nachbarn

Da der Bauboom in Deutschland trotz Pandemie und Inflation ungebrochen ist, werden sich die Preise durch die allgemeine Verknappung hierzulande auch nicht so schnell erholen. Durchaus lohnt sich ein Blick in das benachbarte Ausland, um Baustoffe einzukaufen. Dänemark ist zum Beispiel für Rohstoffe wie Seesand und Jütlandkiesel bekannt. In Polen finden sich zertifizierte Händler für komplette Fenster samt CE-Kennzeichnung oder ganze Wände für Fertighäuser. Beim Einkaufen bei unseren Nachbarn müssen natürlich die Transportkosten bei den aktuellen Kraftstoffpreisen im Auge behalten werden. Wann sich der Holzmarkt wieder entspannt, ist leider noch nicht absehbar.

Den Winter abschütteln

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